Hier mal eine News aus dem Bereich Kuriositäten: Topeka, die Bundeshauptstadt von Kansas möchte sich künftig Google nennnen. Zumindest für den jetzigen Monat. Da dies aber nicht möglich ist, werden die Bürger aufgerufen Topeka so zu nennen. Das scheint in Topeka nichts neues, denn immerhin wollte sich die Stadt wohl auch schon in ToPikachu umbenennen.
Doch warum das ganze? Ganz einfach: Google sucht immer noch Städte in denen sie ihre neuen Glasfaserzugänge testen können. Das würde eigentlich auch ganz einfach über die offizielle Anmeldung gehen, aber Topeka wollte wohl noch eins drauf setzen.
Verstehen kann man das. Denn Google will die Zugänge, die eine Bandbreite von bis zu 1GBit/s haben sollen, für einen recht fairen und realistischen Preis anbieten. Am Ende soll dann der Zugang ca. 5 mal so schnell sein, wie bisher verfügbare Breitbandanschlüsse. Interessant dabei ist, dass Google das Projekt dazu nutzen will, um spezielle Apps zu testen, die sich die hohe Bandbreite zunutze machen sollen. In welche Richtung diese Apps gehen bzw. welche Inhalte sie wohl anbieten, als dass eine solche Bandbreite mindestens mal angemessen wäre, ist nicht bekannt. Möglich wäre vielleicht die Auslagerung von kompelxen Anwendung wie Videobearbeitung ins Internet o.ä.
Weiters will Google die Einrichtung von Glasfaserverbindungen im Privatbereich voranbringen bzw. wohl im Bestfall etablieren, sowie den National Broadband Plan voranbringen, der einen Techonologievorsprung Amerikas durch Breitbandanschlüsse vorsieht.
Interessant klingt es allemal, zumal es auch Googles Einstieg in das Provider – Geschäft bedeuten könnte. Sollten sie es wirklich schaffen, die Glasfasertechnologie relativ günstig und landesweit zu etablieren , könnte Googles Marktwert wohl um ein paar Milliarden Dollar wachsen. Genauso wie die Liste datenschutzrechtlicher Bedenken. Aber bis dahin wird wohl noch einige Zeit vergehen und bis dahin heißt es wohl abwarten und Tee trinken. Auch in Google bzw. Topeka.
Nach einem kürzlichen Angriff auf die Server von Google sowie weiteren Firmen aus der IT -, Finanz-, Medien- und weiteren Branchen, die scheinbar aus China initiert waren, überdenkt Google die Zusammenarbeit mit China. Nicht nur der Umfang der Attacke, sondern auch das Ziel verärgert Google. Wie die Financial Times Deutschland mit Berufung auf den offziellen Blog berichtet, waren nämlich auch Gmail – Accounts von chinesischen Menschenrechtsaktivisten auf der Zielliste.
Google hat nun jene attackierte Unternehmen über die Attacken unterrichtet und arbeitet mit den US – Behörden an der Lösung des Falles. Auch über seine Firmenpräsenz in China will Google nochmals nachdenken. Sein Ziel Informationsfreiheit unter Einhaltung der geltenden Gesetze zu bringen, sieht Google nicht erfüllt. So möchte man mit China bzgl. der Informationsfreiheit nochmals neu verhandeln. Im Zweifelsfall will Google sich aus China zurückziehen.
Wie die Süddeutsche Zeitung schreibt, denkt Frankreich ernsthaft über eine “Google – Steuer” nach. Dabei würde diese Steuer nichtmal Google allein betreffen. Generell sollen Großunternehmen besteuert werden die, Werbungseinnahmen in der EU von Frankreich allein aus machen.
heise.de führt die Idee noch ein wenig weiter aus. Es sollen grundsätzlich nämlich alle Unternehmen besteuert werden, die ihren Sitz in der EU haben. Denn entscheidend ist nicht der Firmensitz, sondern WER auf die Werbung klickt. Ist das in dem Fall ein französischer Internetuser müsste die Werbung dann mit der Google – Steuer verrechnet werden.
Der Grund dafür ist natürlich klar. Und vollkommen aufrichtig. So zitiert heise.de den ehemaligen Kulturminister Jacques Toubon, von dem die Idee stammt, dass man mit der Steuer “grenzenlosen Bereicherung ohne Gegenentschädigung”.
Mir ist momentan nicht bekannt, dass das Anzeigenmaterial Googles geklaut ist, noch das man gezwungen ist über Adwords Werbung zu schalten. Man zahlt für jede _geschaltete_ Anzeige. Nicht allerdings für das Aufgeben derselbigen.
Wo hier die Gegenentschädigung fehlt ist mich nicht ganz klar. Aber die “Kostenlos – Kultur im Internet” hat sich ja schon bestens hier in Deutschland als Totschlagargument bewiesen.
Insgesamt zeigt dieses Beispiel wie wenig die Politik das Internet versteht bzw. wie fremd ihr das Internet ist. Das ist in Ordnung. Niemand ist gezwungen, etwas wissen zu müssen. Aber wenn ich das Internet nicht verstehen will, dann sollte ich auch die Finger von lassen und es nicht als Geldmaschine und Sündenbock missbrauchen.
Aber nun muss sich erstmal zeigen, ob das Gesetz Bestand haben wird. Denn die Argumentation des Gesetzes man wolle hier der Bereicherung ohne Gegenleistung ein Ende setzen, ist – nett gesagt – grundsätzlich falsch.
Da wir ja quasi am Ende sind, nutze ich die Gelegenheit und blick einmal aus ganz persönlicher Sicht zurück auf das Jahr 2008.
In erster Linie war ich zunächst einmal viel unterwegs – aus diversen Gründen. Zusammengezählt in etwa 5000 Kilometer mit der geliebten Deutschen Bahn AG, rund 20 Stunden habe ich in Flugzeugen verbracht und mein KFZ habe ich dieses Jahr auch ungefähr 15.000 Kilometer bewegt. Dafür, dass ich nicht einmal handelsreisend bin, empfinde ich das als ganz ordentlich.
Seit gestern ist nun die erste öffentliche Beta von Google Chrome verfügbar.
Nach ein paar Stunden der ersten Gehversuche mit der „Kampfansage an IE, FF und Co.“ schildere ich einfach ein paar Eindrücke.
Zuerst: Chrome ist schnell, sehr schnell sogar. Das betrifft sowohl den Start als auch den eigentlichen Betrieb des Browsers und nicht zuletzt den Seitenaufruf. Auf einem reinen Windows System (Intel Dual Core, 4 GB Ram, Windows XP Servicepack 3) startet der Browser „kalt“ innerhalb einer knappen Sekunde und lässt sich auch während des Betriebs flüssig und ohne systembedingte Verzögerungen bedienen. Selbst in einer Virtualisierung (Basis Paralells 3 Desktop – Mac OS X, Windows XP Servicepack 3, 512 MB Ram) liefert Chrome noch passable, wenn auch leicht verzögerte Werte.
Optisch ist der Google Browser für mich kein Highlight, dafür ist er funktionell und nervt nicht mit übermäßig platzraubenden Symbolleisten. Das blaue Interface ist definitiv Geschmackssache und nicht mein Fall.
Die Funktionen von Chrome beschreibt Google selbst wohl am Besten, wenn natürlich auch nicht frei von jeder Wertung.
Erste Kritik wurde heute im Laufe des Tages geäußert: So wurde bereits eine doch etwas peinliche Schwachstelle entdeckt, die Chrome unmittelbar zum Absturz bringt. Das dürfte neben „Alt+F4“ die zweit schnellste Möglichkeit sein, Chrome durch den Benutzer zu beenden.
Außerdem generiert jede Chrome-Installation eine individuelle, einzigartige UAN (Unique Application Number), die bei jedem Start (während Chrome mal eben schnell nachhause telefoniert), zur Überprüfung nach Updates mit übertragen wird. Robert hat noch ein wenig zum Thema Datenschutz und UAN geschrieben.
Zunächst einmal haben wir nur unter Windows das Vergnügen, Google kontinuierlich durch Chrome Benutzerdaten zu schenken. Andere System werden sicherlich bald folgen. Und solange Google fleißig Daten von mir sammeln möchte, bleibt der Ofen, also Chrome, aus.