Es ist Freitagnachmittag und kurz vor Feierabend. Schnell wird noch das übliche Tagesgeschäft erledigt und noch einige E-Mails beantwortet. Der Computer und das Internet sind unsere täglichen Begleiter in unserer ( und vor allem auch in meiner ) Arbeitswelt. Doch Montagmorgen streikt wie aus dem Nichts der PC und gibt knatternde Geräusche von sich. Der EDV-Techniker ist mehr oder minder schnell vor Ort und gibt die Diagnose: Headcrash ( ein mechanischer Defekt der Festplatte ), da ist nichts mehr zu machen…
Grinsend wird der Techniker auf Ihre Frage hinsichtlich der verbliebenden Festplattendateien antworten: “Die Dokumente können wir retten. Wir schicken die defekte Festplatte direkt ins Reinraumlabor…”.
Bald ist es wieder soweit, am 2.- 6. März 2010 startet die Cebit 2010 (2009 besuchten 400.000 Menschen die Ausstellung) mit vielen Erneuerungen in allen Bereichen, was auf eine schnellere, vereinfachtere und bessere Technologie hoffen lässt.
Gespannt können wir auf jeden Fall dieses Jahr wieder sein was die Aussteller aus aller Welt für neue Geräte und Zukunftstechnologien aus Bereichen wie Computer, Navigation, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik vorstellen werden.
24 Jahre nach der ersten Cebit stellt die Leitmesse für Informationstechnik und Telekommunikation nicht nur die Technologien und Produkte in den Fokus, sondern auch Lösungen für konkrete Anwendungen „der Aufbruch in eine neue Dimension“ steht uns 2010 bevor, glaubt man den Ankündigungen.
Trotz neuer Meldepflicht, die mit der Änderungen des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) zum 1. September 2009 festgelegt wurde, sind weiterhin massive Datenlecks in Unternehmen und Webanwendungen feststellbar.
Die meisten Vorfälle werden dabei von Betroffenen und den Medien aufgedeckt. Die Dunkelziffer ist scheinbar endlos.
Es sind nicht nur namhafte Unternehmen wie Schlecker, Telekom, Lidl oder Kik, sondern wiederholt Ämter, Behörden und andere Verwaltungen in die Kritik geraten.
Dabei geht es um unterschiedliche Vorfälle. Teils wurden private oder gar sensible Daten von Bürgern oder Kunden ungesichert ins Web gestellt, Kundeninformationen unberechtigt weitergegeben oder Webanbieter ließen den Zugriff auf vertrauliche Mitgliederdaten zu.
Soziale Netzwerke wie Twitter, Facebook und Co sind stark im Trend.
Kein Wunder: Der Austausch von Informationen über solche Plattformen ( auch privater Natur ) fördern die Gemeinschaft und unterstützen Interessengebiete. Es macht sogar Spass, regelmäßig im Netz Skurriles zu finden, zu lachen und Freundschaften ( zumindest virtuell ) zu festigen.
Twitter wuchs nach Schätzungen im Jahr 2009 auf 25 – 30 Millionen Nutzer und Facebook hält in den USA die Poleposition.
Doch auch Google hat seid geraumer Zeit diesen anhaltenden Trend erkannt und springt nun auf den Zug des Social Networks. Google Buzz wurde als “Twitter-Killer” tituliert und verspricht dabei mehr als nur Statusnachrichten. Google ist schon einmal mit einem sozialen Netzwerk gescheitert: Orkut ist lediglich in Brasilien und zum Teil in Indien erfolgreich. Diesmal ist jedoch vieles anders.
Wie wir schon hier berichteten wurde auf der Hacker – Konferenz Black Hat DC eine neue Sicherheitslücke bzw. deren Ausnutzung angekündigt. Microsoft hat diese Lücke nun offiziell bestätigt.
So ist es mit speziellen Links möglich auf alle Dateien eines Rechners zugreifen zu können, sofern deren Speicherort bekannt ist. Das dürfte allerdings kein Problem sein, da die meisten Windows – Installationen das Wurzelverzeichnis “C:\Windows” besitzen sollten und dort nunmal die sensiblen und sicherheitsrelevanten Dateien liegen.
Betroffen sind die Benutzer des IE unter Windows XP sowie alle Besitzer, die den IE mit deaktivierten Protected Mode ausführen. Da der IE standartmäßig unter Windows Vista, Windows 7 und Windows Server 2008 im geschützten Modus ausgeführt wird, haben Benutzer dieser System nichts zu befürchten. Den Schaden dieser Attacken kann man einschränken, indem man nur noch mit eingeschränkten Rechten ins Internet geht, da der Angreifer durch die Attacke maximal die gleichen Rechte erlangt, wie sie der Benutzer besitzt.
Wie man auf Heise.de lesen kann, sollen Benutzer von Windows XP Home nicht betroffen sein.
Insgesamt gibt es aber noch keine wirklich handfeste Lösung und auch Microsoft macht nur vage Vorschläge, bei denen stets von “Einschränkung” nicht aber was von “Verhinderung” der Attacke steht.
So bleiben den IE – Benutzern zwei Möglichkeiten:
1.) Man kann den von Microsoft bereit gestellten Notfall – Patch nutzen. Dieser deaktiviert das file – Protokoll über das die Ausnutzung der Schwachstelle erfolgt. Allerdings kann das zu Problemen mit anderen Programmen führen, die genau dieses Protokoll benötigen.
2.) Man sucht sich einen alternativen Browser.
Letzteres halte ich persönlich für gescheiter, da man damit zumindest im Moment nicht nur auf der sicheren Schiene ist, sondern auch mehr Möglichkeiten bekommt und zudem flexibler ist.
Während gestern schon der Techcrunch – Blog drüber berichtete ziehen heute zahlreiche Online – Nachrichtenportale( Focus, Heise.de) nach. Zahlreichen Twitter – Usern wurde der Account gestohlen. Dies fiel auch Twitter auf, die daraufhin die Reißleine zogen.
Und genau deswegen, hat Twitter gestern Mails versendet, die zum Ändern des Passwortes auffordern. Bis man dem nicht nachgekommen ist, konnte man sich nicht mehr in seinem Account einloggen. Grade die Mails sorgten für einiges an Verwirrung, da viele eine Phishing – Attacke dahinter vermuteten.
Nun weiß man den Grund bzw. Twitter weiß ihn. Denn Twitter hat zum Teil eine hohe Zunahme an Followern bei bestimmten Konten entdeckt. Vermutet wird dahinter, dass die Passwörter aus gehackten Torrent – Seiten bzw. Torrent – Seiten die eine Backdoor aufwiesen entnommen wurden. Da viele Nutzer meist das gleiche Passwort für viele Dienste benutzen, wie die Umfrage von Trusteer beweist, hat man also versucht die Passwörter, die auf den Torrent – Seiten benutzt wurden, auch bei Twitter einzusetzen.
Mit bedeutendem Erfolg, wie es scheint. Also zog Twitter die Notbremse und forderte alle User zu einem Passwortwechsel auf.
Die Moral des ganzen wird wohl sein, dass man sich über seine Passwörter ein paar Gedanken macht. Ich persönlich verwende auch eine Reihe von Standartpasswörtern. Allerdings, sind diese allesamt nicht erratbar. Sollte also mal ein Passwort “gehackt” worden sein, weiß ich das ich wohl Malware auf dem Rechner habe. Doch selbst dann übe ich Schadensbegrenzung. Denn für wirklich wichtige Sachen kommen individuelle Passwörter zum Einsatz, die nur für den jeweiligen Account gelten.
Wer sich trotz allem die Passwörter nicht merken kann, dem sein zur Sicherheit ein Passwort – Manager ans Herz gelegt.