Ein Schritt vor die Mauer: China sucht Arbeitskräfte im Silicon Valley
Wie wir bereits berichteten, gab es ja einige Querelen. Der vermutete Anfang allen Übels war wohl die Unmöglichkeit sich gegen den heimischen Marktführer Baidu durchzusetzen. Und so entdeckte Google sein gutes Gewissen, dass es wohl damals bei der Einwilligung zu Zensur – und Sperrmaßnahme vergessen hatte, wieder und war plötzlich sehr aufgebracht. Die Konsequenz daraus war die Aufhebung der Sperren und die Umleitung auf Google Hongkong, die dann auf die Filterung verzichtete.
Chinas Drohung, dass Google dann sein Geschäft in China aufgeben müsste, konnte Google ohne weiteres hinnehmen. Der Umsatz im Reich der Mitte betrug ungefähr 2% vom Gesamtumsatz. Die Abfindungen wurden geschrieben und die Sache kam damit für Google zum Abschluss. Dachte Google.
Doch nun hat das Unternehmen Baidu angekündigt, auch auf der Jobmesse in Silicon Valley vertreten sein zu wollen, um hochkarätige Talente ab zu werben, wie die Financial Times Deutschland aktuell berichtet. Gelockt wird natürlich mit großartigen Konditionen, die sich Baidu auch leisten kann. der Einstieg in nde Nasdaq war einer der erfolgreichsten und auch die Tatsache, dass Baidu ca. 26 Milliarden US – Dollar schwer ist, lässt vermuten, dass sich Baidu die ein oder andere Investition leisten kann. Vermutet wird, dass die Anwerbung ausländischer Mitarbeiter dazu führen soll, Baidu auch außerhalb Chinas bekannt zu machen. Denn Geld macht Baidu einzig allein auf dem heimischen Markt. International dagegen ist das Unternehmen noch weitgehend unbekannt.
Ob dies allerdings gelingen wird bleibt abzuwarten und dürfte wohl eher bezweifelt werden. Denn außerhalb Chinas drehen sich die Verhältnisse nun mal komplett um. International gesehen ist Google dominant und es gibt auch keine Anzeichen darauf, dass sich das ändern könnte. Google ist einfach zu etabliert. Das viel Geld und ein großer Name nichts bewirken, zeigte schon der Einstieg Microsofts in den Suchmaschinenmarkt. Zwar konnte Bing vor kurzem seinen Marktanteil auf ca. 12,1% steigern, allerdings ging dem auch eine 100 Millionen US – Dollar teure Werbekampangen voraus.
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