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Flattr: Revolution oder gute Idee?

Flattr: Revolution oder gute Idee?

Wer heutzutage im Web auffallen will, der muss sich anstrengen. Das gilt fast nirgendwo so stark, wie in der Blogosphäre. Grade in den letzten Jahren setzte ja ein regelrechter Boom ein und es schien zum guten Ton zu gehören, einen Blog zu betreiben.

Heute, wenig später, sind viele Blogs tot oder nicht mehr vorhanden. Was geblieben ist, ist der harte Kern, der sich durch originelle Ideen und Einfälle eine Stammleserschaft sichern bzw. an Popularität gewinnen konnte.

Diese Ideen begeistern, faszinieren und unterhalten uns. Und so manches Mal würden wir auch eine Spende erbringen, doch dann schlägt meist die Bequemlichkeit zu. Banküberweisung? Paypal? Und das für Beträge von wahrscheinlich unter 10€. Und bei Kreditkartenzahlungen im Internet hat man ja sowieso ein schlechtes Gewissen.

Abhilfe schafft nun Flattr. Flattr funktioniert grundlegend nach zwei Prinzipien: wie ein Prepaidkonto, dessen Budget nach dem Kuchenprinzip verteilt wird. Doch fangen wir von vorne an.

Ein Blogbetreiber würde gerne ein wenig Geld für sich erhalten. Werbung schließt er dabei aus: einmal sind die Erträge nicht so hoch und andererseits möchte er auch nicht sein Layout durch eingeblendete Werbung verunstalten. Da er den Blog aber nur privat betreibt und sich dadurch keine Einnahmen erschließen lassen, hätte er gerne eine Möglichkeit, zumindest die Serverkosten decken zu können.

Und hier kommt Flattr ins Spiel. Er registriert sich auf Flattr und kann von nun an bequem einen Button integrieren. Ein begeisterter Leser, der ebenfalls bei Flattr ist und dort für den aktuellen Monat 4€ auf sein Konto geladen hat, möchte nun den Blogger unterstützen. Ein Klick auf den Flattr – Button und schon wird im System registriert, dass der Leser den Blog(eintrag) mochte. Wenn das nun das einzige Mal war, wo der Leser auf den Flattr – Button gedrückt hat, bekommt der Blogbetreiber die vollen 4€. Fand der Leser dagegen noch andere Blogs oder Webseiten gut, bekommt jeder von ihnen den entsprechenden Anteil. Fand also der Leser 10 Blogs gut, bekommt jeder Blog am Ende des Monats 0,40€ gespendet.

Der Nutzer hat die volle Kostenkontrolle, während der Blogbetreiber einen kleinen Anreiz bzw. eine kleine Wertschätzung erhält. Das System mag nicht perfekt sein, zeigt aber durchaus sehr interessante Ansätze, die auch für Onlineauftritte von Printmedien interessant sein könnten. Wenn ein Artikel gefällt, klickt man kurz rauf und schon hat man die eigene Zeitung ein wenig unterstützt, die sich ja auch nicht mehr rein auf Werbeeinahmen verlassen kann. Könnte dies also ein Weg sein für die Printmedien, die sich darüber beklagen, dass im Internet kein Geld zu machen bzw. zu holen sei und man seine Inhalte entweder nur kostenlos oder nur kostenpflichtig anbieten kann? Was wenn Newsseiten ihr eigenes Flattr – System hätten? Wäre das nicht ideale Kompromiß und ein Weg raus aus der Internetkrise?
Der Auftritt bleibt weiterhin kostenlos. Wenn der Benutzer mag, kann er Geld für einen Artikel spenden. Wenn nicht dann nicht. Ist sein Budget aufgebraucht, lädt er es erneut auf. Oder auch nicht.

Man sieht also das Flattr durchaus das Potential zu einer kleinen Revolution hat bzw. eventuell eine ganze Branche aus der Krise führen könnte. Und sie durchaus in ihrer Qualität zu steigern vermag. Denn gute Artikel werden wohl eher honoriert als schlechte.

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About MatthiasW

Mit Super Mario kam das Interesse an Hard- und Software. Mit dem Internet die Faszination an der digitalen Welt. Und so kam es dann, dass ich früher oder später mehr wissen wollte. Wie das Netz funktioniert und welches Potential in ihm liegt, wie Suchmaschinen arbeiten und wie das alles überhaupt so funktioniert. So beschäftige ich mich vorrangig mit den Themen Webdesign und -programmierung und berichte aus der Welt von CMS, Forum und Blog. Von PHP, MySQL und CSS. Doch auch für das Netz relevante Nachrichten aus der Politik interessieren mich und rücken in meinen Themenschwerpunkt. Denn grade hier wird es richtig interessant, treffen doch hier zwei vollkommen verschiedene Generationen zusammen. So darf man also so sagen, dass es interessant wird und bleibt, wenn ich hier regelmäßig mein Wissen mit euch teile.

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