Internet Explorer droht eine neue Lücke
Mit Microsoft meint es das Schicksal im Moment wohl nicht gut. Oder zumindest mit dessen Internet Explorer. Stand der noch am meisten benutze Browser in den letzten Wochen stark unter Kritik und wurde offiziell vom BSI als Sicherheitsrisiko eingestuft, haben sich die Wellen nach dem Patch langsam wieder geglättet. Diesem Bericht auf heise.de zufolge, werden sie wohl bald wieder hochschlagen, denn auf einer der wichtigsten Sicherheitsmessen der Black Hat, will Jorge Luis Alvarez Medina eine Technik vorstellen mit der er per Javascript auf sämtliche Dateien eines Rechners, der mit Windows läuft, zugreifen kann.
Genau das sollte eigentlich das Zonenmodell des Internetexplorers verhindern. Mit diesem Modell ist es möglich für gewisse Zonen Sicherheitsbeschränkungen aufzulegen. Mögliche Zonen wären beispielsweise “Internet” oder “Intranet”.
Dieses System soll dabei unter Verwendung von UNC – Pfaden ausgehebelt werden. UNC – Pfade dürften jedem bekannt vorkommen, der schonmal per Browser auf Netzwerkfreigaben zugegriffen hat (z.B.: \\127.0.0.1\pfad\dateiname). Der Internet Explorer hat dabei das Problem diese Form von Pfaden mit dem Zonenmodell zu verarbeiten, sodass eben nicht immer die Beschränkungen auferlegt werden.
Die Problematik ist zweimal bitter für Microsoft. Denn 1.) hat der selbe Entwickler schon zwei ähnliche Schwachstellen im Internet Explorer in den Jahren 2008 und 2009 offengelegt, die nach dem gleichen Prinzip arbeiten.
Und 2.): Diese Problematik betrifft alle Internet Explorer – Versionen von 6 – 8 auf allen Windows – Betriebssystemen.
Wie dem Bericht weiter zu entnehmen ist, arbeitet Microsoft mit Core Security, einer IT – Sicherheitsfirma in Boston, an einer Lösung des Problems.
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Das wird wohl noch einmal dazu führen, dass sich bisherige IE-Nutzer anderen Browsern zuwenden. Bin schon mal gespannt auf die Statistikauswertung des Browsermarktes für Januar 2010. Da dürfte es einige Verschiebungen geben.