WordPress 2.9 veröffentlicht
Die beliebte Blogsoftware WordPress, die auch von uns genutzt wird, ist in der Version 2.9 erschienen, wie der offiziellen deutschen WordPress – Seite zu entnehmen ist. Neben den üblichen Verdächtigen wie der Verbesserung von Performance und Sicherheit, gibt es auch einige sehr nützliche Features. Grade redaktionellen Blogs und solchen, die auf die Vernetzung verschiedener Medien setzen, kommt die neue Version sehr entgegen und dürfte für jene Blogger seht interessant sein.
Trotz der sowieso schon recht guten Bedienbarkeit, haben die Entwickler weiter an der Usability gefeilt. So wurde mit der neuen Version zum Beispiel der Papierkorb eingefügt, der quasi als Zwischenlösung für weniger ausgefeilte Artikel, Seiten usw. dient. Sollte man es sich doch nochmal anders überlegen, kann man die jeweiligen Sachen wiederherstellen. Eine sehr schöne Sache wie ich finde, da damit vermieden wird, dass die Artikellisten sich mit der Zeit zumüllen.
Grade Redaktionen oder professionelle Blogger dürften sich darüber freuen, dass man nun jedem Artikel Bilder zuordnen kann. Dies allerdings nur dann, wenn das Template dies auch unterstützt.
Dies sollte allerdings kein Problem sein, da das ganz bequem über die API läuft, wie ihr hier sehen könnt. Demnach sollte es auch nicht schwer sein, ältere Templates nachzurüsten.
Und sollte es mal nötig sein, Bilder zu schneiden, zu drehen oder zu spiegeln kann das nun bequem im Backend gemacht werden, der GD Bibliothek sei Dank.
Die Blogger, die die volle Bandbreite des Web 2.0 nutzen, dürften sich über oEmbed freuen. Diese neue Funktion soll das Einbinden von Videos (u.a. YouTube, DailyMotion usw.) und Fotos (z.B. von FlickR) erleichtern. So muss man nur noch die URL des Videos/Fotos einbinden. Den Rest holt sich WordPress dann von den entsprechenden Seiten. Wem das nicht zusagt, der kann dieses Feature auch in der Mediathek deaktivieren. Mit entsprechenden Kenntnissen in der Programmierung lässt sich oEmbed auch für andere Dienste erweitern.
Für SEO – Fans dürfte besonders interessant sein, dass WordPress in den Header nun auch den <link> – Typ “cannonical” setzt. Diese Eigenschaft teilt Suchmaschinen mit, unter welcher URL ein Artikel oder eine Seite zu finden sein soll. Wie das im genauen aussieht, kann man hier sehen. Sollte also ein bestimmter Content unter mehreren URLs erreichbar sein – Webshops wären da ein gutes Beispiel – kann man mit “cannonical” eine Schlüssel – URL angeben, zu denen die anderen URLs (die natürlich den gleichen oder sehr ähnlichen Content aufweisen) zugeordnet werden sollen. Das ist für Suchmaschinen wesentlich praktischer und sorgt auch dafür, dass Google dann eine für den Menschen wesentlich leichter merkbarere URL ausgibt. Die Einbettung von “cannonical” wird von Google empfohlen und sorgt für eine positivere Bewertung der Seite.
Allerdings, ein Wermutstropfen ist zu verzeichnen: für die neue WordPress – Version ist die MySQL – Version 4.1.2 zwingend erforderlich. Benutzer einer veralteten MySQL – Version werden vor dem Update natürlich gewarnt. Dies sorgt allerdings gleichzeitig auch dafür, dass WordPress – Nutzer nun auch die aktuellste MySQL – Version nutzen, was wiederum der Sicherheit ihrer Server zugute kommt. Problematisch wird dann aber für die User, die nur reinen Webspace besitzen.
Im Großen und Ganzen kann man also sagen, dass das neue Update kein unbedeutendes ist. Grade die einfachere Vernetzung von Medien bzw. Diensten dürfte viel freuen und WordPress noch attraktiver für Redaktionen und Nachrichtendienste machen. Die Installation der neuen Version übernimmt wie immer ganz bequem die AutoUpdate – Funktion. So entsteht für den User fast kein Aufwand. Einzig allein die Voraussetzung der neuen MySQL – Version schmerzt ein wenig, sind Datenbank – Modifikationen doch immer mit einem gewissen Risiko und Aufwand verbunden.
Tags: Netzwelt






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