rss

Schnellschuss: Google Chrome

Seit gestern ist nun die erste öffentliche Beta von Google Chrome verfügbar.

Nach ein paar Stunden der ersten Gehversuche mit der „Kampfansage an IE, FF und Co.“ schildere ich einfach ein paar Eindrücke.

Screenshot Google Chrome

Screenshot Google Chrome

Zuerst: Chrome ist schnell, sehr schnell sogar. Das betrifft sowohl den Start als auch den eigentlichen Betrieb des Browsers und nicht zuletzt den Seitenaufruf. Auf einem reinen Windows System (Intel Dual Core, 4 GB Ram, Windows XP Servicepack 3) startet der Browser „kalt“ innerhalb einer knappen Sekunde und lässt sich auch während des Betriebs flüssig und ohne systembedingte Verzögerungen bedienen. Selbst in einer Virtualisierung (Basis Paralells 3 Desktop – Mac OS X, Windows XP Servicepack 3, 512 MB Ram) liefert Chrome noch passable, wenn auch leicht verzögerte Werte.

Optisch ist der Google Browser für mich kein Highlight, dafür ist er funktionell und nervt nicht mit übermäßig platzraubenden Symbolleisten. Das blaue Interface ist definitiv Geschmackssache und nicht mein Fall.

Die Funktionen von Chrome beschreibt Google selbst wohl am Besten, wenn natürlich auch nicht frei von jeder Wertung.

Erste Kritik wurde heute im Laufe des Tages geäußert: So wurde bereits eine doch etwas peinliche Schwachstelle entdeckt, die Chrome unmittelbar zum Absturz bringt. Das dürfte neben „Alt+F4“ die zweit schnellste Möglichkeit sein, Chrome durch den Benutzer zu beenden.

Außerdem generiert jede Chrome-Installation eine individuelle, einzigartige UAN (Unique Application Number), die bei jedem Start (während Chrome mal eben schnell nachhause telefoniert), zur Überprüfung nach Updates mit übertragen wird. Robert hat noch ein wenig zum Thema Datenschutz und UAN geschrieben.

Zunächst einmal haben wir nur unter Windows das Vergnügen, Google kontinuierlich durch Chrome Benutzerdaten zu schenken. Andere System werden sicherlich bald folgen. Und solange Google fleißig Daten von mir sammeln möchte, bleibt der Ofen, also Chrome, aus.

VN:F [1.9.8_1114]
Rating: 0.0/6 (0 votes cast)

Tags: , , , , , , ,

About Tobias

Die ersten Gehversuche im guten Internet(z) absolvierte ich 1998; schon mit www und Browser. Und ich bin dabei geblieben. In vielen Bereichen bin ich wohl das, was man neudeutsch als Early Adopter bezeichnen würde. Ich übe den exotischen Beruf des Informations- bzw. User Experience Designers aus, bin bekennender Barcamper und einer der Begründer der hannoverschen Web Montage. Als Gastschreiber werde ich mich themenübergreifend hin und wieder gerne zu Wort melden.

2 Comments

  1. Chrome ist bei mir nur als Browser installiert, damit ich meine erstellten Layouts / Websites prüfen kann. Glücklicherweise reagiert er ähnlich wie Safari (nur kurz getestet), so dass man nicht noch einen Browser mit auf der CSS-Bug-Control-Liste hat.
    Als Standard-Browser nicht für mich zu gebrauchen, da die geliebten Plug-ins fehlen (Firebug, WebDeveloper etc.)
    Was ich nie machen würde, egal inwieweit der Telefonier-Effekt bestätigt ist oder nicht: Online-Banking oder ähnliche sicherheitsrelevante Sites damit nutzen.
    Wieder also ein Programm auf dem System, was selten genutzt wird, man sich aber (zum Testen) installiert haben muss.

    VA:F [1.9.8_1114]
    Rating: 0 (from 0 votes)
  2. Die Ähnlichkeit zu Safari ist ja klar, da beide auf der selben Engine basieren. Ist flott, keine Frage. Das ungute Gefühl immer einen großen Bruder am anderen Ende zu erahnen lässt mich genauso Distanz wahren.

    Was ich noch immer nicht gefunden habe wie man die Bookmarks verwandelt. #wohl zu dämlich

    VA:F [1.9.8_1114]
    Rating: 0 (from 0 votes)

Leave a Reply

Find us at :

  • twitter
  • facebook
  • youtube

Friends