Developed in China – Lenovo steigert Absatzzahlen deutlich
„Asia comes“
Positive Konjunkturdaten aus dem asiatischen Raum waren in den vergangenen Jahren alles andere als eine Seltenheit. Oftmals wuchsen die fernöstlichen Märkte unvermindert, während sich die Kurse in westlichen Sphären auf Talfahrt befanden. Langsam aber sicher scheint China seiner angestrebten Rolle als alleinige Vormacht im asiatischen Raum gerecht zu werden. Erst letzte Woche war offiziell, was schon lange erahnt worden war – China hat Japan von Platz zwei der größten Wirtschaftsmächte verdrängt.
Diese Nachricht als bahnbrechende Neuigkeit zu bezeichnen wäre naiv, dennoch zeigt es eins: China ist seine Rolle als preiswerter Hersteller von westlichen Industriegütern satt, man will selber erfinden, entwickeln und zur Marktreife führen. Besonders im Bereich der Elektrotechnik wurden enorme Fortschritte gemacht. Bestes Beispiel hierfür ist der Computerhersteller Lenovo, dessen Sitz in Hong Kong zu finden ist.
Rekordzahlen zum Jahreswechsel
Die Ende Dezember vorgestellten Quartalszahlen offenbarten eine rasante Gewinnzunahme von etwa 25 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Simultan zu dem rasanten Gewinnzuwachs, konnten die chinesischen Computerbauer ihren Umsatz um 22 Prozent von 4,7 Milliarden auf 5,8 Milliarden Dollar deutlich steigern.
Noch bedeutender als die bloßen Geschäftszahlen, war jedoch die Tatsache, dass Lenovo seit fünf Quartalen am Stück die besten Wachstumszahlen, verglichen mit den fünf größten Konkurrenten, aufweisen konnte. Dies mag vor allem an einem überwältigenden Marktanteil von 32,2 Prozent im heimischen Geschäft liegen, dennoch trugen auch deutlich gesteigerte Exportzahlen zur positiven Entwicklung bei.
„Innovation sells“
Lenovo CEO Yang Yuanqing führte den kometenhaften Aufstieg seines Unternehmens vor allem auf jüngste Investitionen in dem Bereich „mobiles Internet“ zurück, die den Absatz von unternehmenseigenen Smartphones im vergangenen Quartal nahezu verdoppelten. Trotz aller Freude über die jüngst veröffentlichten Zahlen, warnte Yuanqing jedoch auch vor ausbrechender Euphorie, da die wirtschaftliche Entwicklung der westlichen Absatzmärkte noch mehr als unsicher sei.
Sieht man von den angesprochenen Unsicherheiten auf den westlichen Märkten ab, so steht der weiteren Entwicklung von Lenovo rein gar nichts im Wege – im Gegenteil. Durch strategisch kluge Investitionen in den Bereichen Tablets, Smartphones und mobiles Internet konnte Lenovo seine Vorreiterstellung in diesen Segmenten stärken. Gelingt es dem Konzern diese Innovationen auch in den USA und Europa zur Marktreife zu bringen, so dürfte sich neben Apple, HTC und Co. bald noch ein Hersteller in den Läden der Mobilfunkanbieter einfinden.
Tags: Top Themen, Marktbeobachtung






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