SonnenanbeterCamp Offenburg
Man möge mir das etwas verspätete Fazit verzeihen, aber ich denke ein paar Tage verstreichen zulassen um zu Resümieren, ist grundsätzlich gar keine so verkehrte Idee. Man gewinnt ein wenig Zeit, um das Wochenende sacken zu lassen und seine Erlebnisse und Eindrücke in geeignete Worte zu fassen.
Vorneweg: Es war ein schönes Barcamp-Wochenende im Badischen und eines der „sozialsten“ Barcamps, die ich bisher miterleben durfte. Das schöne Wetter und die Location hatten sicherlich einen großen Anteil daran.
Das Organisations-Team und Burda waren hervorragende Gastgeber und die von einigen Teilnehmern im Vorfeld befürchtete Burda-Propaganda blieb vollkommen aus. Das Gegenteil war eher der Fall: hätte am Gebäude draußen nicht „Burda“ gestanden, hätte man davon so gut wie überhaupt nichts bemerkt. An dieser Stelle gilt mein Dank auch noch einmal meinem Gastgeber Mr. Greenwood, der mich übers Wochenende beherbergte.
Sehr positiv überrascht hat mich in Offenburg der doch relativ hohe Anteil an Barcamp-Erstlingen und weiblichen Teilnehmer. Die Anzahl von Teilnehmerinnen war zwar schon in Hannover gar nicht so gering, aber in Offenburg waren sie doch noch zahlreicher. Das trägt vielleicht dazu bei, Barcamps den Ruf von Nerd-Veranstaltungen, auf denen sich nur langhaarige, nachtaktive Nickelbrillenträger im Rollkragenpullover herumtreiben, aus der Welt zu schaffen.
Barcamps sind ohne Zweifel geek-lastig, aber der allgemeine Geek ist modisch gekleidet und pflegt auch normale soziale Kontakte, jenseits von IRC und Skype.
Ein deutliches Plus des Veranstaltungsortes war die große Freifläche direkt am Grid-Raum gelegen, wohin sogar einige Sessions verlegt wurden. Aufgrund des schönes Wetters eine ständig und gern genutzte Gelegenheit zum Meet and Greet.
Ebenfalls sehr erfreulich war, dass die Slots reichhaltig gefüllt waren und entsprechend der Barcamp-Regularien, auch viele Newbies die Gelegenheit für eigene Sessions ergriffen. Ich gestehe an dieser Stelle, dass ich insgesamt weniger Vorträgen beiwohnte, als zunächst geplant. Aber die Sessions, die ich mir ansah, waren ausnahmslos hervorragend und glänzten durch rege Beteiligung der Teilnehmer. Hervorheben möchte ich an dieser Stelle die Session von Kai Nehm „Alternativen zu Mail / Enterprise 2.0“, die wunderbar ohne Videoprojektor auskam und genau diese rege Beteiligung der Teilnehmer erfahren hat.
Ein sehr interessanter Kommunikationseffekt, der die soziale Komponente eines Barcamps noch zusätzlich unterstrich: Man plaudert unbefangen mit Menschen, die man noch nie im Leben zu Treffen geglaubt hat und stellt unter großem Hallo fest, dass man bereits seit Monaten via Twitter Kontakt pflegt. Genau dies ist mir an diesem Wochenende insgesamt sechs Mal passiert.
Ein Gespräch mit Ralf Graf, das Texpattern-Urgestein hierzulande, war ebenfalls eines der Pluspunkte des Barcamp Offenburg; schließlich trifft man nicht allzu häufig Textpattern-versierte Entwickler, die zudem noch in einem großen Maß zur Verbreitung und Bekanntheit dieses Systems beigetragen haben.
ifranz.tv hält einiges an audiovisuellem Material bereit, inklusive eines kleines Interviews mit Vivian und mir:
Zum Abspielen auf das Bild klicken.
- Viele, viele Photos auf Flickr
- Roger Graf über das Barcamp Offenburg
- Ralf Graf über das Barcamp Offenburg
Tags: BarCamp, barcampoffenburg, Konferenzen, offenburg, BarCamp, web20













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