Eigentlich ist es ein Experiment, ein Versuch zu beweisen, welche Auswirkungen ein Mobilitätsaufruf im deutschsprachigen Internet haben kann. Das es dann ausgerechnet mich getroffen hat, war eine Mischung aus Zufall und Glück.
Initiiert wurde die Aktion von Sascha Lobo, der vermutlich häufigst gefolgte Twitterer hierzulande. So war das Mittel der Wahl dieses Aufrufs praktischer Weise ebenfalls Twitter:
Ich habe es nicht unbedingt so ernst genommen und mir eigentlich auch nichts dabei erhofft, aber die Idee gefiel mir:
Gestern, kurz nach 15 Uhr, erschien dann dieser Tweet in meiner Timeline:
Zu diesem Zeitpunkt verfolgten 737 Leser meinen Stream auf Twitter. Diese Zahl stieg in den folgenden Stunden, bis zu diesem Zeitpunkt, um ca. 350 Leser. In dieser Hinsicht kann man das Experiment von Sascha Lobo wohl als gelungen bezeichnen.
Noch interessanter wäre es vermutlich gewesen, das Los hätte einen Twitterer getroffen, der zum entsprechenden Zeitpunkt über eine deutlich geringere Anzahl von Followern verfügt hätte. In einem solchen Fall wären die Zuwächse deutlich größer ausgefallen.
Entgegen dem, was eigentlich Bedingung der Followerverlosung war, nämlich – dass alle Teilnehmer dem Gewinner folgen müssen, bin ich der Meinung, jedem Teilnehmer sollte selbst überlassen sein, ob er er/sie meinen Twitter-Stream folgen möchte oder nicht. Auf längere Sichgt lässt sich dies ohnehin nur schwer überprüfen und zwingen kann und möchte man niemanden.
Ich sehe es als Chance, durch mein unverhofften Gewinn an jenem „What are you doing?“ der vielen neuen Follower teilzuhaben und dadurch auch Interessantes von interessanten Menschen zu erfahren.
Mein Dank gilt allen Gratulanten des letzten Tages, Sascha Lobo der mir dies bescherte und freshzweinull, die offensichtlich meinen Twitter-Stream schon ein wenig auseinander genommen haben.
Zum Ende bleibt noch zu sagen, bereits vor ein paar Tagen freute ich mich über eine schöne Aktion von Nicole. Die Idee werde ich aufgreifen und in ähnlicher Form auch umsetzen.
Kurz notiert:
Da die währte Kollegin erfreulicherweise heute alles schon klar gemacht hat: Am 16.02.09 findet der 8. Webmontag Hannover statt.
Herzliches Dankeschön an die Besserwerberblogger für die nette Karte zum neuen Jahr. Solche Aufmerksamkeiten freuen mich persönlich immer sehr.
Okay, jetzt reicht es. Bei Obama war das ja alles noch ganz lustig und selbstreferenziell, aber das hier verstößt nicht nur gegen den guten Geschmack, sondern auch gegen das, was auf freiwilliger Basis in mühevoller und jahrelanger Arbeit geschaffen wurde.
Die CDU Hessen schmückt ihren Wahlkampf auf (wie die CDU wohl meint) viraler Ebene durch das „Weblog“ webcamp09.
Mir liegt viel an demokratischen Grundordnung in diesem Land und selbst arge Kritiker müssen wohl zugeben, dass auch die CDU (selbst die CDU in Hessen) einen großen Anteil an der demokratischen Ordnung in Deutschland hat. Demzufolge ist Wahlkampf ein legitimes Mittel – und sie sollen diesen Wahlkampf auch gerne führen, aber bitte nicht so.
Mit der Konstellation “webcamp” wird etwas politisiert, was in seinen Grundzügen bisher erfreulicherweise unpolitisch war. Auch wenn letztendlich nur der Begriff aufgenommen wurde. Jedoch entsteht durch webcamp09 ein falscher Eindruck und nicht zuletzt auch durchaus eine Verwechselungsgefahr mit Barcamps oder spezifischen Themen-Camps, allein durch die Verwendung dieser Wortkonstellation.
Diese Entwicklung ist nicht wünschenswert und hier haben die Wahlkampfstrategen in ihrer endlichen Genialität aus meiner Sicht heraus den Bogen überspannt. Die Hessen CDU möchte auf dieser Welle mitreiten, hat aber nicht verstanden, dass ihr diese Welle nicht gehört.