Gibt es denn noch so etwas wie Privatsphäre im Internet?
Heutzutage benötigt man nur noch knapp 10 Minuten, um an Daten von fremden Personen zu kommen, gleich ob Adresse, Bilder oder Lebenslauf. Alles was einmal eingestellt wurde, ist kaum mehr aus dem Internet zu löschen , denn durch Google und Co bleibt alles auffindbar. Für andere Menschen, die nichts mit einem zu tun haben, ein leichtes Spiel.
Dabei kann das Einstellen von privaten Bilder und Informationen schlimme Konsequenzen haben. Nicht nur für die Arbeitswelt sondern auch für Betrüger ist das Internetportal ein großer Verdienst.
Soziale Netzwerke wie Twitter, Facebook und Co sind stark im Trend.
Kein Wunder: Der Austausch von Informationen über solche Plattformen ( auch privater Natur ) fördern die Gemeinschaft und unterstützen Interessengebiete. Es macht sogar Spass, regelmäßig im Netz Skurriles zu finden, zu lachen und Freundschaften ( zumindest virtuell ) zu festigen.
Twitter wuchs nach Schätzungen im Jahr 2009 auf 25 – 30 Millionen Nutzer und Facebook hält in den USA die Poleposition.
Doch auch Google hat seid geraumer Zeit diesen anhaltenden Trend erkannt und springt nun auf den Zug des Social Networks. Google Buzz wurde als “Twitter-Killer” tituliert und verspricht dabei mehr als nur Statusnachrichten. Google ist schon einmal mit einem sozialen Netzwerk gescheitert: Orkut ist lediglich in Brasilien und zum Teil in Indien erfolgreich. Diesmal ist jedoch vieles anders.
Während gestern schon der Techcrunch – Blog drüber berichtete ziehen heute zahlreiche Online – Nachrichtenportale( Focus, Heise.de) nach. Zahlreichen Twitter – Usern wurde der Account gestohlen. Dies fiel auch Twitter auf, die daraufhin die Reißleine zogen.
Und genau deswegen, hat Twitter gestern Mails versendet, die zum Ändern des Passwortes auffordern. Bis man dem nicht nachgekommen ist, konnte man sich nicht mehr in seinem Account einloggen. Grade die Mails sorgten für einiges an Verwirrung, da viele eine Phishing – Attacke dahinter vermuteten.
Nun weiß man den Grund bzw. Twitter weiß ihn. Denn Twitter hat zum Teil eine hohe Zunahme an Followern bei bestimmten Konten entdeckt. Vermutet wird dahinter, dass die Passwörter aus gehackten Torrent – Seiten bzw. Torrent – Seiten die eine Backdoor aufwiesen entnommen wurden. Da viele Nutzer meist das gleiche Passwort für viele Dienste benutzen, wie die Umfrage von Trusteer beweist, hat man also versucht die Passwörter, die auf den Torrent – Seiten benutzt wurden, auch bei Twitter einzusetzen.
Mit bedeutendem Erfolg, wie es scheint. Also zog Twitter die Notbremse und forderte alle User zu einem Passwortwechsel auf.
Die Moral des ganzen wird wohl sein, dass man sich über seine Passwörter ein paar Gedanken macht. Ich persönlich verwende auch eine Reihe von Standartpasswörtern. Allerdings, sind diese allesamt nicht erratbar. Sollte also mal ein Passwort “gehackt” worden sein, weiß ich das ich wohl Malware auf dem Rechner habe. Doch selbst dann übe ich Schadensbegrenzung. Denn für wirklich wichtige Sachen kommen individuelle Passwörter zum Einsatz, die nur für den jeweiligen Account gelten.
Wer sich trotz allem die Passwörter nicht merken kann, dem sein zur Sicherheit ein Passwort – Manager ans Herz gelegt.
Auf meinem Monitor habe ich bereits einiges gesehen und gelesen, doch was ich vor Kurzem erblicken konnte, übertrifft einiges und landet bei mir auf den Top Ten der skurrilsten Neuigkeiten.
Bill Gates, Unternehmer und wohl reichste Programmierer der Welt hat Twitter entdeckt.
Erst dachte ich an einem üblen Medienscherz bis ich mich selbst davon überzeugen konnte. Die “Follow”-Userzahl steigt derzeit von Tag zu Tag und befand sich bereits in den ersten zwei Tagen bei 260.000. Der Account wurde von Twitter verfiziert.
Bill Gates on Twitter
Nachdem Microsoft-Gründer Bill Gates auf der Facebook-Plattform sich im Jahr 2008 vor “Freunden” durch die eigene Accountlöschung retten konnte, versucht Gates nun den Weg über Twitter. Weit über zehntausend Facebook-Nutzer kontaktierten den Softwaretitan laut eigener Aussage. Das war einfach zuviel Stress.
Trotz der damaligen Erfahrungen hat Gates vor Kurzem ein neues Profil auf Facebook erstellt.
Die Follow-Liste zeigt deutlichen Hang zu Newsseiten und wohltätigen Organisationen. ( u.a. die Nachrichten von Microsoft, Unicef, US-Präsident Barack Obama, dem US-Blog Techcrunch, dem europäischen Atomforschungsinstitut CERN und US-Schauspieler Ashton Kutcher ) So ruft er über den Microblogging-Dienst zu Spenden für die Haiti – Opfer auf. Die Bill and Miranda Gates Foundation hat bereits 1,5 Millionen Doller an Rettungsorganisationen gespendet, so die sueddeutsche.de.
Werde ich persönlich Bill Gates folgen?
Nein, ich denke nicht. Zwar werde ich mir Twitter für eigene Projekte in Zukunft mal genauer anschauen, doch ich selbst sehe derzeit nicht den Bedarf dies zu tun.