Okay, jetzt reicht es. Bei Obama war das ja alles noch ganz lustig und selbstreferenziell, aber das hier verstößt nicht nur gegen den guten Geschmack, sondern auch gegen das, was auf freiwilliger Basis in mühevoller und jahrelanger Arbeit geschaffen wurde.
Die CDU Hessen schmückt ihren Wahlkampf auf (wie die CDU wohl meint) viraler Ebene durch das „Weblog“ webcamp09.
Mir liegt viel an demokratischen Grundordnung in diesem Land und selbst arge Kritiker müssen wohl zugeben, dass auch die CDU (selbst die CDU in Hessen) einen großen Anteil an der demokratischen Ordnung in Deutschland hat. Demzufolge ist Wahlkampf ein legitimes Mittel – und sie sollen diesen Wahlkampf auch gerne führen, aber bitte nicht so.
Mit der Konstellation “webcamp” wird etwas politisiert, was in seinen Grundzügen bisher erfreulicherweise unpolitisch war. Auch wenn letztendlich nur der Begriff aufgenommen wurde. Jedoch entsteht durch webcamp09 ein falscher Eindruck und nicht zuletzt auch durchaus eine Verwechselungsgefahr mit Barcamps oder spezifischen Themen-Camps, allein durch die Verwendung dieser Wortkonstellation.
Diese Entwicklung ist nicht wünschenswert und hier haben die Wahlkampfstrategen in ihrer endlichen Genialität aus meiner Sicht heraus den Bogen überspannt. Die Hessen CDU möchte auf dieser Welle mitreiten, hat aber nicht verstanden, dass ihr diese Welle nicht gehört.
Da wir ja quasi am Ende sind, nutze ich die Gelegenheit und blick einmal aus ganz persönlicher Sicht zurück auf das Jahr 2008.
In erster Linie war ich zunächst einmal viel unterwegs – aus diversen Gründen. Zusammengezählt in etwa 5000 Kilometer mit der geliebten Deutschen Bahn AG, rund 20 Stunden habe ich in Flugzeugen verbracht und mein KFZ habe ich dieses Jahr auch ungefähr 15.000 Kilometer bewegt. Dafür, dass ich nicht einmal handelsreisend bin, empfinde ich das als ganz ordentlich.
Ein ausführlicher Artikel zum BarCamp Berlin3 selbst wird folgen, aber hier an dieser Stelle eine kleine Randnotiz:
Ein kurzes Interview mit Tamer von Sonntagmorgen, den Erfindern der IT-Mischung.
Sonntagmorgen.com auf dem BarCamp Berlin3 from Tobias Glawe on Vimeo.
Seit gestern ist nun die erste öffentliche Beta von Google Chrome verfügbar.
Nach ein paar Stunden der ersten Gehversuche mit der „Kampfansage an IE, FF und Co.“ schildere ich einfach ein paar Eindrücke.
Zuerst: Chrome ist schnell, sehr schnell sogar. Das betrifft sowohl den Start als auch den eigentlichen Betrieb des Browsers und nicht zuletzt den Seitenaufruf. Auf einem reinen Windows System (Intel Dual Core, 4 GB Ram, Windows XP Servicepack 3) startet der Browser „kalt“ innerhalb einer knappen Sekunde und lässt sich auch während des Betriebs flüssig und ohne systembedingte Verzögerungen bedienen. Selbst in einer Virtualisierung (Basis Paralells 3 Desktop – Mac OS X, Windows XP Servicepack 3, 512 MB Ram) liefert Chrome noch passable, wenn auch leicht verzögerte Werte.
Optisch ist der Google Browser für mich kein Highlight, dafür ist er funktionell und nervt nicht mit übermäßig platzraubenden Symbolleisten. Das blaue Interface ist definitiv Geschmackssache und nicht mein Fall.
Die Funktionen von Chrome beschreibt Google selbst wohl am Besten, wenn natürlich auch nicht frei von jeder Wertung.
Erste Kritik wurde heute im Laufe des Tages geäußert: So wurde bereits eine doch etwas peinliche Schwachstelle entdeckt, die Chrome unmittelbar zum Absturz bringt. Das dürfte neben „Alt+F4“ die zweit schnellste Möglichkeit sein, Chrome durch den Benutzer zu beenden.
Außerdem generiert jede Chrome-Installation eine individuelle, einzigartige UAN (Unique Application Number), die bei jedem Start (während Chrome mal eben schnell nachhause telefoniert), zur Überprüfung nach Updates mit übertragen wird. Robert hat noch ein wenig zum Thema Datenschutz und UAN geschrieben.
Zunächst einmal haben wir nur unter Windows das Vergnügen, Google kontinuierlich durch Chrome Benutzerdaten zu schenken. Andere System werden sicherlich bald folgen. Und solange Google fleißig Daten von mir sammeln möchte, bleibt der Ofen, also Chrome, aus.
Ganz anderes Thema: Paul Potts legte bei „Britain’s Got Talent“ letztes Jahr einen fulminanten Auftritt hin. Bei Robert fand ich gerade den Hinweis auf den Telekom Werbespot, der hierzulande im TV zu sehen ist.
Der eigentliche Auftritt aus „Britain’s Got Talent“ ist aber umso beeindruckender und Jurorin Amanda Holdens Gesichtsausdruck spricht Bände.
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Vermutlich wird man so etwas leider nie in deutschen Sendungen zu sehen und zu hören bekommen.
wir müssen da einmal über unser gestörtes Verhältnis reden. In den letzten zwei Monaten hast Du mir wirklich viel Freude und genau so viel Leid bereitet. Wie in jeder guten Beziehung, sollten wir jetzt einmal unsere Standpunkte ausdiskutieren.
Da hast mich verhältnismäßig schnell von A nach B befördert, hast dabei allerdings aufgrund Deiner häufigen „Verzögerungen im Betriebsablauf“ mir einen Umweg über Punkt C verschafft. Wir haben viel Zeit miteinander verbracht und viele Kilometer miteinander geteilt. Fast genau so viel Zeit wie in Deinen schönen, gut klimatisierten Zügen verbrachte ich allerdings auch auf Deinen weniger schönen, teilweise doch ziemlich verdreckten Bahnhöfen.