Etwas später nachgereicht, aber hier, wie von mir versprochen, die Auflistung und Kurzbeschreibung meiner bevorzugten Helferlein für den OS X Alltag.

Um ein wenig die Übersicht zu wahren, habe ich versucht, alles ein wenig zu kategorisieren. Dieser Beitrag richtet sich in erster Linie zunächst einmal an den Switcher, aber vielleicht findet auch der eine oder andere alte Hase hier eine bisher unbekannte Perle.

System Tools und Allgemeines

  • Dropbox: Eigentlich nichts weiter als ein Online Storage, aber dafür ungemein Komfortable. Dies ist nicht zuletzt dem Client zu verdanken, der erfreulicherweise sowohl für Windows als auch für OS X zur Verfügung steht. Dropbox stellt in der kostenlosen Variante 2 GB zur Verfügung und überzeugt neben den wirklich guten Clients, durch die Verwaltung der Freigaben. Neben Benutzergruppen und Einzelfreigaben besteht auch die Möglichkeit, einen Ordner vollständig „public“ freizugeben.
  • Dock Spaces: Tut etwas, bei dem man sich fragt, warum es Apple eigentlich nicht von vornherein in OS X integriert hat. Dock Spaces ermöglicht das Anlegen mehrer, von einander unabhängiger Docks, die zudem auch noch in ihrem Verhalten unterschiedlich konfiguriert sein können. Über Hotkeys oder die Menüleiste lässt sich im laufenden Betrieb komfortabel das Dock wechseln. Das eigentliche Highlight ist aber, dass dieses wunderbare kleine und kostenlose Tool auch die OS X eigenen Spaces unterstützt. Mit anderen Worten: Dock Spaces lässt sich so konfigurieren, dass mit dem Aufruf eines neuen Space auch automatisch ein anderes Dock geladen wird.
  • TextExpander: entwickelt sich für mich immer mehr zum unersetzlichen Helfer. Dabei ist das Tool in erster Linie zunächst eine ungemein flexible Auto-Vervollständigung für Texte jeder Art. Dank der zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten, eignet sich TextExpander für unterschiedlichste Einsatzzwecke. Sei es um Signaturen einzufügen, Code-Schnipsel, E-Mail Adressen, Autokorrekturen – alles ist möglich. Allerdings ist die entsprechende Konfiguration in manchen Fällen dann etwas aufwendiger. Sehr gut investierte $ 29,95.
  • Spanning Sync: Zwar liefert Google mittlerweile selbst ein Tool, welches die beidseitige Synchronisation zwischen dem Google Kalender und iCal ermöglicht, aber SpanningSync ist eine Spur komfortabler, nur eben leider mit $ 25 für ein Jahres-Abonnement nicht kostenlos. Allerdings kostet die „lebenslange Bindung“ im Verhältnis nur schmale $ 65 und garantiert lebenslange Versorgung mit Update und ggf. auch neuen Features. Was das Tool allerdings dem Google eignen Vertreter voraus hat, ist die Unterstützung des Google Mail Adressbuchs, welches ganz bequem mit dem OS X Adressbuch abgeglichen werden kann.
  • Caffeine: Macht etwas ganz geschmeidiges: Es verhindert nämlich, dass sich ein mobiler Mac mitten in einer Präsentation nach einer gewissen Inaktivität schlafen legt bzw. in den Standby Modus wechselt. Dazu richtet sich Caffeine anhand eines Symbols in der Menüleiste ein und wird durch Klick aktiviert bzw. auch wieder deaktiviert. Praktisch und erfreulicherweise auch kostenlos.
  • AppFresh: befindet sich derzeit in einer öffentlichen Preview Phase und wird vermutlich solange dieser Zustand anhält, auch noch kostenlos bleiben. AppFresh macht eigentlich auch nicht viel, aber dafür gut: Es überprüft sämtliche installierten Applikationen, Systemerweiterungen und Plugins auf Updates und lädt diese ggf. auch herunter und installiert sie automatisch. Dies funktioniert bei ca. 70% aller Updates ohne jedliches Zutun des Nutzers. Nur wenn AppFresh die Quelle nicht automatisch findet, lädt das Programm automatisch die angegeben Herstellerseite und bittet darum, auf den entsprechenden Download Link zu klicken. Den Rest übernimmt dann wieder das Tool.
  • AppDelete: ist ebenfalls eigentlich ein eher simples und erfreulicherweise kostenloses Werkzeug. Zwar ist es unter OS X relativ einfach, eine Applikation wieder zu entfernen, allerdings hinterlassen die meisten Programme noch ihre Preferences in der System Bibliothek, die dann mehr oder wenig umständlich händisch entfernt werden möchten. AppDelete entfernt via Drag and Drop nicht nur die Applikation selbst, sondern auf Wunsch auch noch sämtliche Spuren, die das Programm auf dem System hinterlassen hat.
  • Fluid: kostet nichts und macht einen richtigen guten Job. Fluid ist im Grunde ein auf Webkit basierender Browser, der aus beliebigen Websites eine eigenständige Instanz bzw. Applikation zimmert. Mit Programm Icon, eigenen Präferenzen und allem, was sonst noch so dazu gehört. Unter Zuhilfenahme spezifischer Einstellungen, wie z.B. einstellbarer Transparenz und rahmenlosen Fenstern, sieht Fluid nicht einmal aus wie ein Browser. Sehr nett ist vor allem die hauseigene Unterstützung von User Scripts á la Greasemonkey.
  • Linotyope FontExplorer X: Ein wunderbar kostenloses Verwaltungsprogramm, welches sich sämtlicher auf dem System befindlicher Schriften annimmt. Die Verwaltung ist kinderleicht und Font Explorer X steht kommerziellen Lösungen wie Suitecase in nichts nach. Ein Weilchen stand auch eine Windows Beta Version zur Verfügung, nur offensichtlich kämpft man bei Linotype noch ein wenig damit. Seit mehr als einem Jahr ist diese nun nicht mehr auf dem Server zu finden.
  • MausPosé: Macht eigentlich ziemlich wenig, dies dafür umso cooler. Im Demo Modus wird der Screen einfach abgedunkelt, während um den Mauszeiger eine Art Spotlight gelegt wird, um die aktuelle Mausposition zu betonen. Für Vorträge sehr hilfreiches Werkzeug. Allerdings mit $ 16,95 nicht gerade ein Schnäppchen.
  • Skitch: Sollte eigentlich zur Grundausstattung jedes Macs gehören. Es gibt keine elegantere Möglichkeit, Screenshots anzulegen, in denselben herumzuschmieren, kommentieren und via diverser Möglichkeiten wie ftp, webdav, etc. auf einen beliebigen Server hochzuladen. Skitch unterstützt auch eine via USB angeschlossene Webcam, bzw. die integrierte iSight. Das Ganze ist erfreulicherweise völlig kostenlos.

Design, Code, Workflow

  • CSSEdit: Ein feines Werkzeug; die am besten investierten $ 29,95 der letzten Monate. Im Grunde ein Browser mit eingebautem CSS-Live-Editor – quasi Firebug in komfortabel und auf CSS spezialisiert. Dabei ist CSSEdit herzlich egal, ob die Datei lokal oder auf einem Server liegt, es wird grundsätzlich alles zusammengesucht, was auch zusammengehört.
  • TextMate: Ebenfalls so ein Tool, welches eigentlich auf keinem Mac fehlen sollte. TextMate ist der universelle ich-berarbeite-einfach-alles-Editor für OS X. Dabei versteht sich der Editor auf solchen praktischen Dinge wie SVN, interne Projektverwaltung und direkte Unterstützung des OS X eigenen Terminals. Fällig werden absolut gerechtfertigte $ 48,75. Für Studenten, Schüler und Lehrer ist TextMate in einer non-commerical-License kostenlos zu haben.
  • FreeMind: Mittlerweile für jedes gebräuchliche System zu haben und für OS X richtig gut umgesetzt. Vielleicht nicht die komfortabelste Mind Mapping Applikation, dafür kostenlos und sehr flexibel in Bezug auf Import- und Export-Formaten.
  • OmniGraffle Professional: Mit € 134,99 das mit Abstand teuerste hier vorgestellte Tool. Aber in Bezug auf Rapid Prototyping gibt es unter OS X einfach keine adäquate Alternative.
  • Transmit: Warum für einen FTP-Client $ 29,95 ausgeben? Nun, weil Transmit unglaublich intuitiv und einfach zu bedienen ist und mit einer Reihe Features aufwartet, die andere Clients einfach nicht mitbringen: WebDAV, Multi-Editor, Synchronisation und ein schönes COCOA-Interface.
  • PopChar X: Für € 29,99 bekommt man die ultimative Sonderzeichen-Anwendung überhaupt. PopChar richtet sich auf Wunsch oben rechts oder links in der Menüleiste ein, und stellt auf Klick den vollständigen Zeichensatz der aktuell ausgewählten Schriftart dar, einschließlich sämtlicher Sonderzeichen. Bei Klick auf das gewünschte Zeichen, wird es automatisch in das aktuelle Dokument eingefügt.
  • Things: Die Desktop Aufgaben Verwaltung für den Mac schlechthin. Und wenn man auch noch ein iPhone bzw. iPod Touch sein eigen nennt, gibt es auch noch die passende Applikation dazu – und zwischen beiden lässt sich dann selbstverständlich auch synchronisieren. Durch eine Newsletter Anmeldung sind derzeit $ 39 fällig, nach dem offiziellen Release in ca. zwei Wochen kostet Things dann $ 49.

Audio, Video, Spaß und so

  • iShow U (HD + PRO): Die Palette reicht von $ 29,95 bis $ 59,95 je nach Geschmack und Bedarf. iShowU HD liegt in der untersten Preisgruppe und ist mein persönlicher Favorit in Bezug auf Screen Casting Applications. Zwar besteht nicht Möglichkeit, direkte Aufnahmen innerhalb des Porgramms zu bearbeiten bzw. zu schneiden, aber dafür gibt es einen unkomprimierten Film im Quicktime Format, der sich dann durchaus in iMovie weiterverarbeiten lässt. Das Killer Feature ist der auswählbare Aufnahmebereich, welcher sich ähnlich festlegen lässt, wie das z.B. bei Camtasia Studio unter Windows der Fall ist.
  • ScreenFlow: Ist die direkte Alternative zu iShowU und ist mit $ 99 aber schon deutlich teurer. Screenflow ermöglicht die direkte Bearbeitung von ScreenCast ohne vorherigen Export. Man spart also etwas Zeit und Arbeit. Größter Nachteil ist allerdings, dass die Anwendung sich derzeit nur Vollbildaufzeichnungen versteht und damit keinen wählbaren Aufnahmebereich unterstützt.
  • Stomp: kostet stand alone $ 29,95, ist aber im Bundle mit iShowU auch günstiger zu haben. Stomp versteht sich hervorragend auf die Komprimierung von unterschiedlichen Videoformaten. Es gibt eine Reihe vorausgewählter Sets, um z.B. Videos in iPod kompatibler Formate umzuwandeln. Es lassen sich allerdings auch eigene Sets definieren.
  • iAlertU: Spaß für mobile Macs, die über die eingebauten Raumlage-Sensoren verfügen. Zudem ist eine iRemote von Vorteil. Nach Aktivierung durch die iRemote gibt iAltertU durch das bekannte Zentralverrieglungspiepen bekannt, dass es nun „scharf gestellt“ wurde. Sollte nun jemand den Displaydeckel schließen, den Ladeadapter abnehmen, die Tastatur berühren, das Notebook anheben oder berühren gibt iAltertU dies durch einen schrillen Alarmton bekannt. Die Alarmanlage für die mobilen Macs sozusagen. Kostenlos und ein gewisser Nutzwert ist auch da.
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